7.01°C

Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 19. October 2018 · 02:06 Uhr
 
 
 

Kegeln als Ausgleich zum Beruf

Die Keglergemeinschaft feiert ihr 55-jähriges Bestehen

55 Jahre Keglergemeinschaft mit (von li) Manfred Prediger, Albert Drittenpreis, Thomas Höbel, Hans Zigldrum, Ingo Jänsch (mit Hut), Johann Schöpfel, Egmar Meid und Konrad Peißinger. (Foto: Volksbank Dachau)

Im Jahr 1963 beschlossen einige Mitarbeiter der Volksbank Dachau sich alle zwei Wochen in der Gaststätte des TSV Dachau 1865 zum Kegeln zu treffen. »Die Keglergemeinschaft der Volksbank war geboren«, erinnert sich der Kegelvorstand Manfred Prediger. Der Dachauer war viele Jahre in der Kreditabteilung der Volksbank Dachau tätig und denkt gerne an diese Zeit. »Das Kegeln war für uns Ausgleich zum Beruf und förderte den Gemeinschaftssinn unter den Kollegen«, sagt Prediger. Zu den Mitbegründern gehörten damals auch der Leiter der früheren Zweigstelle in der Bahnhofstraße Ingo Jänsch und der langjährige Karlsfelder Geschäftsstellenleiter Albert Drittenpreis. Mit von der Partie waren Josef Hadler, Wilhelm Brunninger, Hermann Zitzelsberger und Klaus Reckewell.

Das gesellige Beisammensein gehörte natürlich auch zum Kegeln, ob im Vereinslokal des TSV Dachau 1865, im Augsburger Hof, beim Wagner in der Nibelungenstraße oder beim Lachner in Udlding. 1972 wurde der offizielle Name »Keglergemeinschaft der Volksbank Dachau« eingeführt. In einer Sitzung beim Kochwirt in der Dachauer Altstadt am 28. Dezember 1972 wurde der Satzungsentwurf mit entsprechenden Statuten einstimmig angenommen. Ingo Jänsch wurde als Kegelvorstand gewählt. Er blieb bis zum Jahr 2003 und wurde 2018 zum Ehrenvorstand ernannt. Im Jahr 1973 folgte die innere Festigung. Es wurden ein Sparbuch eingerichtet und ein Kegelbuch eingeführt. Inzwischen führen wir bereits das siebte Buch. Für besonders Interessierte stehen unsere Aufzeichnungen mit Bildmaterial jederzeit gerne zur Verfügung«, berichtet Chronist Albert Drittenpreis.

Unvergessen sind die unzähligen Wanderungen, Radlausflüge, Besuche von Fahnenweihen und Starkbierfesten, auch etliche Maibaumfeiern sowie Ausflüge nach Südtirol, in die Pfalz, nach Coburg, in das französische Dijon und nach Bordeaux. Bis auf Peter Schwankhart, der 1984 ausschied, sind die sieben Kegelbrüder seit ihrer Gründung zusammengeblieben. Manfred Prediger, Egmar Meid, Herbert Natter und Hans Zigldrum sind seit rund 45 Jahren Mitglieder der Keglergemeinschaft, Konrad Peißinger seit mehr als 35 Jahren. Verstorben sind die Mitglieder Theo Schirmann, Franz Huber und Helmut Löffelmann. Die ehemaligen Volksbank-Mitarbeiter treffen sich zwar noch regelmäßig, gekegelt wird aber nicht mehr. Im Sommer werden allerdings alle zwei Wochen im Waldschwaigstüberl auf einer Stockbahn Wettkämpfe ausgetragen. Zum 55-jährigen Bestehen der Keglergemeinschaft gab es dort natürlich eine kleine Feier, auf der auch die Vorstände der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG Thomas Höbel und Johann Schöpfel anwesend waren.