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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Tuesday, 21. August 2018 · 17:54 Uhr
 
 
 

Immer schöner wohnen

28 Jahre Scherer Raumausstattung

Lust am textilen Einrichten: Günther Scherers Frau Claudia präsentiert Frühjahrsstoffe (Foto: Öxler)

Die Sonne am weißblau-bayerischen Himmel, zwitschernde Vögel und die fröhlich-bunten Frühlingsfarben von Blumen, blühenden Sträuchern und knospenden Bäumen… begleiteten mich vor gut einer Woche auf dem Weg von meinem Büro nach Petershausen. Mein Ziel: das Ladengeschäft des Raumausstatter-Duos Scherer. Ihr Mann sei bedauerlicherweise verhindert, musste kurzfristig zu einem Kunden, begrüßte mich Claudia Scherer, die gerade mit Dekorieren beschäftigt war. Schade, aber das schöne Wetter und das strahlende Lächeln meiner Gesprächspartnerin machten meine Enttäuschung wett. Doch darauf komme ich später, bemerkte ich doch, dass das gesamte Ladengeschäft in zarte, duftige Stoffe mit Frühlingsmotiven getaucht war. Kissen, Vorhänge, Stores sowie Beschattungsmuster aller Art und Tapisserien lockten mit Blüten- und Schmetterlingsdekoren. Ihr persönlich gefalle es, nein: sie liebe es, jahreszeitlich Raumstimmungen zu verändern und anzupassen, erzählte mir Claudia Scherer. Und auch mit den Veränderungen hier, Interessenten und Kunden Anregungen zu präsentieren. Dazu noch wie einfach es sei, Pep und frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen. Sollte es sich jemand dennoch nicht zutrauen beziehungsweise keine Zeit aufbringen können – ihr Mann und sie stünden immer gern zur Verfügung. Wieder lachte sie und fügte an, dass sie dafür ja da seien. War ansteckend diese Fröhlichkeit und ich hätte fast vergessen, beim Stichwort »Tapisserien« einzuhaken. Gut, ich wusste, dass es sich um Wandbeläge oder Wandbespannungen handelt, doch konnte ich mir nicht vorstellen, dass heute noch derartiger Wandschmuck gefragt sei. Doch, doch, versicherte mir meine Gesprächspartnerin. Doch meistens nicht oder nicht ausschließlich aus dekorativen Beweggründen. Es seien akustische Probleme, die durch partielle und auch großflächige Stoffbespannungen gelöst, zumindest stark verringert werden können. Hierfür empfehle sie sogar spezielle, gröber gewebte Akustikstoffe. Und wo derartige Akustikanpassungen denn vorgenommen werden, erfuhr ich auch gleich noch: öfter als man denkt, in privaten wie gewerblich genutzten Räumen. Aufgrund der heute oft nüchternen Bau- und Einrichtungsweise würden akustische Unstimmigkeiten vorwiegend dann auftreten, wenn mehrer Personen in einem Raum reden, telefonieren, sich unterhalten. Vielfach würden auch im Souterrain von Wohnhäusern Büros eingerichtet – mit demselben unerwünschten Effekt. Tja, und dann seien sie gefordert, Abhilfe zu schaffen. Aha, wieder was dazugelernt… obwohl ich eigentlich ja wegen etwas ganz anderem gekommen war: Günther Scherer wollte mir eine von ihm gebaute Terrassenüberdachung zeigen: beim Ehepaar Sprattler, langjährigen Kunden, wie ich erfuhr. Harald Sprattler war so freundlich, mir seine neueste Errungenschaft zu zeigen, auch wenn Günther Scherer just anderswo im Einsatz war. Musste darum zwar auf die fachlichen Erläuterungen der ganzen technischen Details von der Planung bis zur Montage verzichten, aber ein stolzer Haus- und Gartenbesitzer machte dies mehr als wett.

Geradezu begeistert erzählte er mir vom Tausch der alten, in die Jahre gekommenen Holzkonstruktion gegen die neue und filigraner wirkende Überdachung aus Leichtmetall samt Glasdach und sonnig wirkender Markise. Sie hätten so ein »Sommerzimmer« dazu bekommen, freute er sich… Na, wenn das keine Empfehlung für das Team von Raumausstattung Scherer ist!