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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 22. February 2019 · 01:26 Uhr
 
 
 

Hand in Hand für den Klimaschutz

Unser Land Firmensitz wird klimaneutral

UNSER/DACHAUER LAND ist klimafreundlich. (Foto: Unser Land)

Klimaschutz durch kurze Wege. Dieses Ziel verankerten die zehn Solidargemeinschaften des Netzwerkes »Unser Land« in ihren Aufgaben.

Auch »Dachauer Land« setzte dieses Ziel von Beginn an um. Geschlossene regionale Kreisläufe sichern diesen Anspruch für alle Unser Land und Dachauer Land Lebensmittel. Ende 2018 ging das Netzwerk einen weiteren entscheidenden Schritt in Sachen Klimaschutz. Der Verwaltungsstandort und das Lager in Esting im Landkreis Fürstenfeldbruck sowie die drei Außenläger sind klimaneutral. Eines dieser Lager liegt in Felgeding im Dachauer Land.

Nicht nur der Transport verursacht CO₂ Emissionen. Betriebsenergie, Verpackungen, E-Commerce, Büro- und Schreibwaren oder Mitarbeiterfahrten sind nur einige Beispiele, die ihren Teil zu den klimabelastenden CO₂ Emissionen beitragen können. Die genauen Werte für den Verwaltungsstandort und die Lager von Unser Landanalysierte das Netzwerk gemeinsam mit ClimatePartner, einem Klimaexperten und Strategieplaner, über mehrere Monate im Detail. Zunächst entwickelten sich aus den Ergebnissen Ideen und Strukturen, den CO₂ Ausstoß zu reduzieren und zu vermeiden. »In vielen Bereichen zeigte sich Unser Land schon sehr klimafreundlich«, erklärt Steffen Wilhelm, Geschäftsführer der Unser Land GmbH. „Das Gebäude wird mit Holzpellets geheizt und eine eigene Photovoltaikanlage erzeugt Strom. Die darüber hinaus benötigte Elektrizität stammt größtenteils aus erneuerbaren Energiequellen.«

Auch die kurzen Wege in die elf Landkreise des Netzwerkes wirkten sich absolut positiv auf die Bilanz aus. CO₂ – sinnvoll ausgleichen Am Ende blieb ein Anteil an Emissionen, die zunächst nicht vermeidbar sind. Mit Hilfe von ClimatePartner suchte Unser Land nach einem passenden Klimaschutzprojekt zum Ausgleich dieser CO₂ Emissionen und wurde in Simbabwe fündig. Das Projekt Kariba REDD+ ist stark landwirtschaftlich geprägt. Der Norden Simbabwes ist von Dürre und Armut gezeichnet, während die Bevölkerung stetig wächst. Fast drei Prozent der Waldfläche fallen jährlich der Abholzung zum Opfer. Das schadet den lokalen Ökosystemen enorm. Dieses Projekt schützt den Wald mit nachhaltigem Anbau. Gleichzeitig fördert es die Landwirtschaft und schafft Einkommens- sowie Versorgungsmöglichkeiten über Gemüsegärten, Kleinunternehmen und Ausbildung. Kariba REDD+ verfolgt nahezu identische Ziele wie Unser Land. »Das beweist einmal mehr die Zusammenhänge der Lebensbedingungen hier mit den Lebensbedingungen auf anderen Kontinenten«, resümiert Michaela Steiner, 1. Vorsitzende der Solidargemeinschaft Dachauer Land e.V. »Der finanzielle Ausgleich der übrigen CO₂ Emissionen am Unser Land Standort in Esting und den Lägern an das Waldschutzprojekt in Simbabwe hilft den Menschen dort, dem Klima und uns allen, weil er dazu beiträgt, das Gleichwicht wiederherzustellen.«