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Thursday, 21. June 2018 · 00:36 Uhr
 
 
 

Freizeitcard wird teurer: Beteiligt sich der Landkreis?

Jungendhilfeausschuss lässt die Bürgermeister entscheiden

Die Jugendfreizeitcard wird teurer und gilt bald nur noch für Dachauer. (Foto: Stadt Dachau)

Die Jugendfreizeitcard der Stadt Dachau ist beliebt. Sie berechtigt junge Menschen bis 18 Jahre zur kostenlosen Nutzung der Dachauer Bäder und der Kunsteisbahn sowie der Stadtbücherei. Bisher kostete sie 21 Euro im Jahr. Das ist günstig, insbesondere, seit die Stadtwerke vergangenen Sommer den Eintritt fürs Freibad drastisch erhöht haben. Deshalb wird sie ab Januar vier Euro mehr kosten. Überdies sind dann nur noch die Dachauer Nutznießer der Karte. Bisherige Karten behalten ihre Gültigkeit. Im Jugendhilfeausschuss des Landratsamts wurde nun diskutiert, ob sich der Landkreis an den Kosten beteiligt, damit, wie bisher, auch junge Menschen aus Altomünster oder Weichs die Karte erwerben können. Die Entscheidung wurde an die Bürgermeister der Gemeinde weitergegeben, die sich im Dezember zur Dienstbesprechung treffen.

Zwei Beschlüsse gab es in der Jugendhilfeausschuss-Sitzung: Der Erweiterung der Sozialarbeit am Sonderpädagogischen Förderzentrum Dachau auf 65 Stunden pro Woche wurde stattgegeben. Ein entsprechender Förderantrag an die Regierung von Oberbayern wird folgen. Zugestimmt wurde auch der Kinderschutzkonzeption der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KOKI Netzwerk frühe Kindheit) des Landkreises. An der konkreten Arbeit der Anlaufstelle für junge oder werdende Eltern, denen vielfältige Unterstützung angeboten wird, ändert sich aber nichts. »Sie hat sich bewährt, darüber waren sich alle Beteiligten im Ausschuss einig«, berichtet Wolfgang Reichelt, Sprecher des Landratsamts Dachau.

Konkret wendet sich das KOKI-Angebot an Familien mit Säuglingen oder Kleinkindern von null bis drei Jahren, die sich in einer besonderen Belastungssituation befinden wie: Minderjährigkeit, Überforderungssituationen, Sucht- oder psychischer Erkrankungen. Aber auch Eltern, die sich nur allgemein über Elternangebote informieren wollen Netzwerkpartner sind: Geburtsklinik Dachau, Hebammen, Frauenärzte, Kinderärzte, Erziehungs- Familien- und Schwangerenberatungsstellen, Frühförderungsstellen, Familienpflege, Kitas, Fördereinrichtungen, Justiz und Polizei.