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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Friday, 19. October 2018 · 03:01 Uhr
 
 
 

Die liebe Genetik

Manche Hundebesitzer kennen das: der Hund sieht, hört oder riecht etwas und fängt an unkontrolliert über die Wiese zu laufen. Ein Rückruf scheint sinnlos. Das ist der Moment in dem »auch« der gut erzogene Hund seinem natürlichen, genetisch bedingten Jagdtrieb nachgeht. Gerade in den Wintermonaten ist das für Wild, das durch kalte Temperaturen und mangelndes Futter bereits geschwächt ist, eine sehr gefährliche Situation.

Für uns ist das natürlich nicht erwünscht, für den Hund jedoch gehört es zum Normalverhalten. Uns sollte klar sein, dass der Jagdtrieb eindämmbar und kontrollierbar, aber nicht auslöschbar ist.

Wie stark der Jagdtrieb ausgeprägt ist, hängt von der Rasse und vom Individium ab. Auf Hetz-und Wurfspiele sollte verzichtet werden, da sie den Spaß am Jagen fördern. Der Hund sollte nur frei laufen dürfen, wenn er gut hört und unter Beobachtung steht. In sogenannten Wildgebieten, gerade in der Brut und Setzzeit, wäre es zu raten, den Hund an der Leine zu führen.

Um vorhandenen Jagdtrieb zu lenken und zu kontrollieren, sollte eine gute Erziehung, Bindungsarbeit und Impulskontrolle vorhanden sein.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Training und eine gute Zeit mit Ihrem Schützling.

Ihr Dogcoach

Benedikt Scheppan

www.dog-coaching.de