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Kurier Dachau - Das Wochenblatt für Dachau
 
Saturday, 17. August 2019 · 14:39 Uhr
 
 
 

Nachfolge für Gerda Hasselfeldt

»Vier Kandidaten für zwei große Fußstapfen«

Thomas Karmasin und Bernhard Seidenath präsentierten die Bundestagskandidaten Katrin Mair, Florian Schiller, Geord von Hundt und Anton Kreitmair (von re). (Foto: Bastian Brummer)

Am vergangenen Donnerstag luden Berhard Seidenath, Kreisrat sowie Kreisvorsitzender der CSU Dachau und Thomas Karmasin, Landrat und Kreisvorsitzender CSU Fürstenfeldbruck im Gasthof Groß in Bergkirchen zur Pressekonferenz. Anlass dafür sei ein bedeutender Akt, so Seidenath: Die Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt wird im Herbst 2017 nicht mehr für den Bundestag kandidieren.

Nach langer, segensreicher Zeit, so Karmasin, ende nun eine Ära. Hasselfeldt hinterlasse große Fußstapfen, in die es für jeden Bewerber schwierig werde, hineinzutreten, schließt sich Bernhard Seidenath ab. Die CSU zeigt sich, auch im Wahlkreis Dachau-Fürstenfeldbruck geschlossen. »Es wird starke Persönlichkeiten brauchen, um mit den Themen und Problematiken dieser turbulenten Zeit umzugehen«, erklärt Bernhard Seidenath.

Vier dieser starken Persönlichkeiten äußerten sich im Rahmen der Pressekonferenz zu ihrer Kandidatur. Katrin Mair, geboren in Dachau und Abiturientin am Ignaz-Taschner Gymnasium, in Günding aufgewachsen, ist die einzige Interessentin aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und doch vereine die Kreisrätin beide Landkreise. »Es überrascht wohl am wenigsten, dass gerade ich heute hier sitze«, scherzt Mair. Bereits 2009 und 2013 kandidierte sie für den Bundestag. Sie kenne die wichtigen Themen der Region und werde sich für diese einsetzen.

Der Mediziner Georg von Hundt aus Lauterbach vertritt ähnliche Interessen, »wenngleich ich auch bisher eher sozial engagiert war«, meint von Hundt. Als Kreisbeauftragter der Malteser und ehemaliger Gemeinderat in Bergkirchen weiß er vor allem um die Probleme im Landkreis. »Alt werden ist hier zum Beispiel sehr schwierig«, so Hundt, der ehrenamtliches Engagement lobt und sich vor allem in der Flüchtlingspolitik für die Ursachenbekämpfung im Ausland einsetzen möchte.

Anton Kreitmair aus Kleinberghofen ist der Dritte im Bunde. Stark verbunden fühle sich der ehemalige Landwirt mit dem Landkreis Dachau. »Im Prinzip hat ein Bundestagskandidat alle Themenbereiche abzudecken«, sagt er über seine Ziele. Dennoch lägen seine Präferenzen vor allem in der Landwirtschaft, im Natur- und Verbraucherschutz. »Es muss uns in dieser Wahl gelingen, die Bürger mitzunehmen«, meint Kreitmair. Vor allem in Zeiten von AfD und Flüchtlingen aus dem Nahen Osten. Ängste sollten ernst genommen werden, eine Aufgabe, die bewusster wahrgenommen werden müsse.

Ein Grundsatz, den auch Florian Schiller vertritt, der vierte Bewerber. Der Kreis- und Stadtrat aus Dachau brenne für die Politik. Seit 2003 ist er CSU-Mitglied, durchlief bereits viele Stationen der Kommunalpolitik. »Für all die Fragen, die wir uns stellen müssen, habe ich keine vorgefertigte Antwort parat«, sagt er. Trotzdem kenne er die Thematiken, mit denen es sich auseinanderzusetzen gälte. Niedrigzinsen, Wohnraum – es sei eine große Herausforderung für Schiller, trotzdem sei er überzeugt, er könne einen guten Beitrag zur Erhaltung der Balance in der Gesellschaft leisten.

Die Delegierten wollen mit den Kandidaten an einem Strang ziehen und im November 2016 den besten unter ihnen für die Vertretung des Bundeswahlkreises wählen.