Die Graugans ist ein „echter Ureinwohner” des Ampertals | Kurier Dachau

Veröffentlicht am 27.03.2024 00:00

Die Graugans ist ein „echter Ureinwohner” des Ampertals

Manche Graugänse bleiben das ganze Jahr über im Natura 2000-Gebiet Ampertal. (Foto: Katharina Bauer)
Manche Graugänse bleiben das ganze Jahr über im Natura 2000-Gebiet Ampertal. (Foto: Katharina Bauer)
Manche Graugänse bleiben das ganze Jahr über im Natura 2000-Gebiet Ampertal. (Foto: Katharina Bauer)
Manche Graugänse bleiben das ganze Jahr über im Natura 2000-Gebiet Ampertal. (Foto: Katharina Bauer)
Manche Graugänse bleiben das ganze Jahr über im Natura 2000-Gebiet Ampertal. (Foto: Katharina Bauer)

Schaut man in den Himmel und sieht einen großen Vogeltrupp, der in V-Formation fliegt und nicht zu überhören ist, sind es vermutlich Graugänse. Ihre markanten Rufe hört man aktuell häufiger im Natura 2000-Gebiet Ampertal. Die Graugans ist eine weltweit verbreitete Art und die zweitgrößte Gans in Deutschland. Im Flug kann man ihre Flügelspannweite von bis zu 1,68 Meter, die breite weiße Binde am aufgefächerten Schwanz sowie die zweifarbig hellgrau und dunkelbraunen Unterflügel bestaunen. Es ist kaum zu glauben, dass die Vogelart durch Lebensraumverluste und eine starke Bejagung in ihren Beständen in Deutschland bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fast erloschen war. Erst durch Auswilderungsversuchen ab den sechziger Jahren stieg die Population wieder an.

Gans großer Zusammenhalt

Wie Katharina Bauer, Gebietsbetreuerin des Ampertals bei den Landschaftspflegeverbänden Dachau und Fürstenfeldbruck mitteilt, ist die Graugans ein „echter Ureinwohner” des Ampertals. Schon seit Januar ziehen die Graugänse in ihre Brutgebiete zurück. Allerdings bleiben sie teilweise sogar das ganze Jahr über im Natura 2000-Gebiet Ampertal oder ziehen nur Teilstrecken nach Süd- und Westeuropa. Graugänse leben in großen Schwärmen und sind lediglich zur Brutzeit paarweise unterwegs. Als Paar bleiben sie teilweise sogar ein Leben lang zusammen, oft sind auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften zwischen Männchen bekannt. Im Brutgebiet angekommen, findet von März bis Mai die Brutzeit statt. Vier bis sechs Eier werden circa 30 lang Tage ausgebrütet. Weitere 60 Tage später ist der Nachwuchs flügge. Im Familienverband wird nicht nur der Sommer und Herbst, sondern auch der Winter gemeinsam verbracht. Erst im Frühjahr trennen sich ihre Wege.

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